Was kann der Wind nicht ?

ist auch nur Sonne aber anders...
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Was kann der Wind nicht ?

Beitrag von admin » 10.11.2019, 16:31

Ein einfache Antwort - Energie die aus fossilen millionenalten "Hinterlassenschaften" stammt - einfach ersetzen. Jeder dem die "Energiedichte" von Windströmung (Windgeschwindigkeit 6 m/s, Luftdruck 1.000 hPA bei einer Temperatur von 20°C) geläufig ist (0,128 kW/m2) wird das wohl kaum verwunderlich finden.

Das erklärt auch meine eigenen "Präferenz" für Energie aus Solarstrahlung dort ist (abhängig von anderen begrenzenden Faktoren) immerhin die Solarkonstante von 1, 37 kW/m2 zu erwarten. 1.370 W/m2 stehen 128 W/m2 gegenüber - also die ~ 10fache (10,703125) Energiedichte.

Kohle (im Dampferzeuger Brennraum eines modernen Kraftwerks bietet 500 kW/ m2 (500.000 W/m2) "dagegen" - das sind ein gigantisches nahe 4.000faches (3.906,25) gegenüber "Wind" und dem 365fachen (364,9635) gegenüber der Solarkonstanten.

Zwischen all diesen wunderhübschen Vergleichen hat die "Natur" leider noch die unterschiedlichen Wirkungsgrade bei der Energiewandlung und andere physikalische Effekte gesetzt.

Wer also den Horizont einer Ameise hat, wird die fossilen "Brennstoffe" bevorzugen. Ameisen haben im Gegensatz zum "Homo sapiens" eine hervorragende "Schwarmintelligenz", doch von Physik verstehen die rein garnix.

Das scheint auch bei vielen Menschen (der ach so "entwickelnden" Länder) nicht wesentlich besser bestellt zu sein. Wie könnte man sonst all sein Überleben auf die vergleichsweise "endlichen fossilen Ressourcen" festlegen ?

Nach den zugänglichen Forschungsergebnissen ist Homo sapiens wenigstens 100.000 bis 300.000 Jahre auf dieser Erde. Auf ein paar mehr oder weniger 10.000 Jahre kommt es dabei nicht an. Allein 2.000 Jahre der europäischen "Kultur" hat Homo sapiens ohne nennenswerte Nutzung fossiler Energie überlebt. Ums Jahr 1804 gab es "von uns" gerade mal eine Milliarde. Bis dahin dümpelte die Menschheit weit unter 500 Millionen dahin.

Nicht zufällig änderte sich das (zunächst in GB) zum Ende des 18. Jahrhunderts mit der verstärkten Nutzung (zunächst Kohle) fossiler Brennstoffe. Mit Verzögerung trifft das auf alle europäische Staaten zu. Aus ehemaligen Agrarstaaten (der Großteil der Bevölkerung war "händisch" in der Landwirtschaft tätig) wurden "Industriestaaten" mit permanent wachsendem Energiebedarf. Wenn im Jahr 2000 in D die gesamte Bevölkerung von "0 bis 99 Jahren" "händisch" zu einer Jahresleistung von 6,5 TWh (theoretisch) in der Lage waren und allein der Nettostrombedarf in diesem Jahr bei 501 TWh lag, wird erkennbar wie untrennbar Energie und Menschen längst sind.

Hier noch Quelle : statista "Nettostromverbrauch in Deutschland in den Jahren 1991 bis 2018 (in TWh)" "interaktiv". Aus der selben Quelle : "Der Pro-Kopf-Stromverbrauch liegt im selben Jahr (2018 527 TWh netto) bei etwa 7,2 Megawattstunden (brutto)".

Nun könnten einfältige Gemüter glauben, die "fossilen Vorräte" gingen niemals ? oder jedenfalls die nächsten 500 bis 1.000 Jahre nicht "zur Neige". In Anbetracht der zweitausendjährigen Geschichte (aus europäischer Sicht) muss man schon sehr naiv sein, um solche "Aussichten" einfach hinzunehmen. Nun zeigt sich allerdings, kein menschliches Unternehmen bleibt ohne "Nebenwirkungen". Die gigantischen fossilen Vorräte die Menschen schon bislang verbrannt haben - anfänglich mit Wirkungsgraden >1 % haben ebenso gigantische, bis dahin an diese Stoffe gebundene CO2 Mengen "freigesetzt". Ohne Wirkung auf die Atmosphäre ? Das können nur Vollidioten glauben.

Es wurde also Zeit, sich andere Energiequellen zu erschließen. Keine davon ist ohne "Nebenwirkungen". Auch nicht das scheinbare Wundererz Uran. Eine der wenig beachteten Nebenwirkungen ist der hohe thermische Anteil der nun mal völlig "natürlich" bei allen Prozessen die Wärmeenergie zur Grundlage haben, auftreten. Gemeint ist der "Kondensator", leider unverzichtbarer Bestandteil jedes Kraftwerks welches mithilfe des Dampfkraftprozesses Strom generiert. Ob da dieses YouTube -Video "Dampfkraftprozess - Clausius Rankine" weiterhilft oder dieses PDF : "Carnot-Prozess und Carnot-Vergleichsprozes" weiterhilft, kann ich nur hoffen. Der "Knackpunkt" ist die notwendige Kühlung. Auch die "Obergrenze" die sich leider völlig "natürlich" ergibt, muss inzwischen "in Rechnung gestellt werden".

Was daraus folgt kommt noch...

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