The Oxford COVID-19 Government Response Tracker

Hilft "viel" wirklich auch viel ? Oder hängt die Wirksamkeit von Maßnahmen stark vom Zeitpunkt der Implementierung ab ?
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The Oxford COVID-19 Government Response Tracker

Ungelesener Beitrag von admin » 27.12.2020, 14:20

‘Defending ourselves with Data’: The Oxford COVID-19 Government Response Tracker
(„Wir verteidigen uns mit Daten“: Der COVID-19 Government Response Tracker von Oxford) Quelle
The OxCGRT hat geschrieben:Led by Dr Thomas Hale, a group of researchers from Oxford’s Blavatnik School of Government offered a solution: Defending Ourselves with Data.

Emerging from the Blavatnick’s Schools MPP program’s “Politics and Policymaking” class, the group noticed that, since March, governments around the world were adopting a variety of different policies and measures. However, they could not find a data source to track them all. Upon realising that the MPP group itself represented over 50 countries, they decided to organise all the information about their respective countries together themselves and, within a few weeks, launched the Oxford COVID-19 Government Response Tracker (OxCGRT).
Aus der MPP-Klasse „Politics and Policymaking“ des MPP-Programms der Blavatnick's Schools hervorgegangen, stellte die Gruppe fest, dass Regierungen auf der ganzen Welt seit März verschiedene Richtlinien und Maßnahmen verabschiedeten. Sie konnten jedoch keine Datenquelle finden, um sie alle zu verfolgen. Als sie feststellten, dass die MPP-Gruppe selbst über 50 Länder vertrat, beschlossen sie, alle Informationen über ihre jeweiligen Länder selbst zu organisieren, und starteten innerhalb weniger Wochen den Oxford COVID-19 Government Response Tracker (OxCGRT).

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2. Umfeld zum "Oxford COVID-19 Government Response Tracker"

Ungelesener Beitrag von admin » 27.12.2020, 14:57

Eine Form die unterschiedlichen Maßnahmen die sich Regierungen bislang einfallen ließen um in ihrer Mehrheit, eklatante Versäumnisse die sowohl die politischen, gesetzlichen, organisatorischen, aber auch „materiellen“ Vorbereitungen auf eine weltweite Pandemie, nachträglich beheben sollen.

Im Prinzip können so die bisherigen Erfolge (so sie denn überhaupt messbar sind) mit dem Aufwand der einzelnen Staaten verglichen werden. Blendet man zunächst den „Erfolg“ aus und betrachtet den genial grafisch dargestellten Aufwand einzelner Staaten untereinander, werden Verzögerungen – Gleichzeitigkeit – Höhe des Aufwands sofort „augenfällig“.

Orientiert man sich am bislang erfolgreichsten Staat der diesen Erfolg nicht über diktatorische Eingriffe einer autoritären Staatsführung erzwungen hat, kommt man um Taiwan als „Vergleichsbasis“ nicht herum. Betrachtet man dessen „Schlüsseldaten“ , läßt sich damit ein für alle gültige Zielsetzung definieren. Dies ist allerdings meine Überlegung zu dieser Nutzung von öffentlich verfügbaren Daten die der „ The Oxford COVID-19 Government Response Tracker“ für die grafische Daten-Auswertung nutzt. Was ist direkt „messbar“, weil kein Staat diese Daten zurückhalten kann ?

Das größte Problem für jeden der eine Epidemie bekämpfen muß, besteht darin, „sichtbar“ – „zählbar“ – und damit „planbar“ ist das sog. „Hellfeld“ ein aus der Kriminologie stammender Ausdruck, der „amtlich registrierten Straftaten“ vom sog „Dunkelfeld“ abgrenzt. Um es noch deutlich komplizierter zu machen, die Relation zwischen Hell- und Dunkelfeld ist nicht konstant. Die Relation hängt von der Fähigkeit der Systeme ab, die Veränderungen permanent unter „Kontrolle“ zu halten, ab.

Völlig logisch, geht die Kontrolle gar flächendeckend verloren, wird die Zahl der unerkannten Infektionen, mit Verzögerung an der Zahl der schwer Erkrankten und besonders an der Zahl der Todesopfer sehr fehlerbehaftet und ist kaum noch verläßlich.

In D soweit sich das nachprüfen läßt, sind ein sehr hoher Prozentsatz der COVID-19 zurechenbaren Todesopfer, in den Klinken in med. Isolation verstorben. Das dürfte vermutlich die einzige verläßliche Basis für notwendige Berechnungen sein. Hier dürften das „Hellfeld“ kaum von einem möglichen „Dunkelfeld“ abweichen.

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3. Umfeld zum "Oxford COVID-19 Government Response Tracker"

Ungelesener Beitrag von admin » 27.12.2020, 15:50

Daten die sich zwischen den unterschiedlichen Staaten vergleichen lassen. In wieweit so das jeweilige Zahlenmaterial verläßlich ist, hängt von dem Willen und der vorhandenen Organisation jedes einzelnen Staates ab.

Einzelne Personen ohne entsprechende Organisation, müssen ohne selbst die Quellen überprüfen zu können, auf die Veröffentlichungen in den Medien zurückgreifen. Dabei weichen die jeweiligen Daten durchaus voneinander ab. Daher ist es wohl sinnvoll, nur immer auf die selbe Quelle für eigene „Überlegungen“ zurückzugreifen und nicht durch ständigen Wechsel der Quelle zusätzliche Fehler einfließen zu lassen.

Meine persönlich erste Quelle zu Beginn der (damals noch) Epidemie in der VR-China, habe ich separat gespeichert. Bei allen Zahlen die ich seit dem 27.01.2020 sammle, greife ich nun ausschließlich auf die „Rohdaten“ der Berliner Morgenpost zurück.

Diese veröffentlicht täglich die neuen Daten aller 221 Staaten. Auch, wenn anfänglich diese Zahl geringer war, ich kopiere täglich alle bis zu 221 Einzeldaten die sich in die 3 folgende Rubriken aufteilen, die wohl auch gleichzeitig einen direkten Vergleich untereinander ermöglichen :

1. „Fälle Total“ (summierte Anzahl der bekannt Infizierten = Hellfeld)

2. „Fälle Genesene“ (berechnete Anzahl der überlebenden Infizierten)

3. „Fälle Verstorbene“ (summierte Anzahl der Verstorbenen) [dt. Besonderheit „an und mit COVID-19 Verstorbene]

Die meisten Staaten stellen all drei Angaben zur Verfügung. Wenige Staaten verzichten auf die Rubrik „Genesene“.

Eine erfreuliche Besonderheit den meines Wissens nur die „Berliner Morgenpost“ jedem bietet, ist eine Möglichkeit die o.g. genannten Daten tageweise „rückwärts“ aufzurufen. Zusätzlich werden drei Gruppen :

[Deutschland] oder [Europa] oder [weltweit]

jeweils als „Neuinfektionen“ und „Gesamt-Fallzahlen“ angeboten. Auch eine Darstellung der Fälle pro 100.000 Einwohner, die Zahl der kalendertäglichen Neuinfektionen, sowie die Fälle 7 Tage pro 100.000 läßt sich darstellen. Einige der genannten Features sind erst später hinzugekommen.

Alles und einiges mehr, läßt sich über eine eigene Tabelle und deren Untertabellen darstellen.

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4. Umfeld zum "Oxford COVID-19 Government Response Tracker"

Ungelesener Beitrag von admin » 27.12.2020, 16:16

Die folgende Erkenntnis ist mir bei der näheren Betrachtung des "Klassen Primus Taiwan" schon zuvor gekommen. Logisch, aber bislang nach nun 350 Tagen in der Pandemie, ist diese Erkenntnis leider noch nicht "sichtbar" bei den meisten Staaten angekommen.

Es zeigt sich besonders in D, wird noch immer aus Rücksicht auf kommende Wahlen, vermieden, diesen einfachen Zusammenhängen zu folgen um die zurückliegenden Fehler mindestens zu vertuschen. Doch was sagt Dr. Hale :
The lessons from the early months of the pandemic are very clear. To break the chain of infection, you need early and hard restrictions.

Delay only draws out the process, creating a need for more restrictive measures for longer, resulting in more disruption.

Once you flatten the curve, you need continuing soft measures to reduce risk, and a very robust test, trace, and isolate system to catch outbreaks before they spread.

Even then, you may need to increase closure and containment measures to ensure you are stamping out new outbreaks.

I fear too many European countries have been too slow to “re-flatten” the curve, and have not used the time lockdown buys them to build up strong test, trace, and isolate regimes.

With winter coming, lockdown fatigue rising, and COVID-19 restrictions increasingly contested politically, political leaders need to make rigorously evidence-based decisions—which is what the Tracker is trying to empower.”
Die Lehren aus den ersten Monaten der Pandemie sind sehr klar. Um die Infektionskette zu durchbrechen, benötigen Sie frühzeitige und strenge Einschränkungen.

Verzögerungen ziehen nur den Prozess in Anspruch und machen länger restriktivere Maßnahmen erforderlich, was zu mehr Störungen führt.

Sobald Sie die Kurve abgeflacht haben, müssen Sie weiterhin sanfte Maßnahmen ergreifen, um das Risiko zu verringern, und ein sehr robustes Test-, Verfolgungs- und Isolationssystem, um Ausbrüche zu erkennen, bevor sie sich ausbreiten.

Selbst dann müssen Sie möglicherweise die Schließungs- und Eindämmungsmaßnahmen erhöhen, um sicherzustellen, dass Sie neue Ausbrüche ausmerzen.

Ich befürchte, dass zu viele europäische Länder zu langsam waren, um die Kurve wieder zu „glätten“, und die Zeit, die sie durch die Sperrung erhalten, nicht genutzt haben, um starke Test-, Verfolgungs- und Isolationsregime aufzubauen.

Mit dem kommenden Winter, der zunehmenden Ermüdung durch Lockdowns und den zunehmend politisch umstrittenen COVID-19-Beschränkungen müssen die politischen Führer rigorose evidenzbasierte Entscheidungen treffen - was der Tracker zu stärken versucht.

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