menschengemacht oder nicht ?

Der anthropogene Treibhauseffekt Hauptursache dafür ist die Verbrennung von fossilen Energieträgern wie Kohle, Erdöl und Erdgas.
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menschengemacht oder nicht ?

Beitrag von admin » 11.11.2019, 14:30

Anthropogen“ (von griechisch ánthropos „Mensch“ und dem Verbalstamm gen- mit der Bedeutung „entstehen“) ist ein Terminus für das durch den Menschen Entstandene, Verursachte, Hergestellte oder Beeinflusste.

Die kritische Frage überhaupt - kann der Mensch das Weltklima verändern ? Sind durch Verbrennung in die Umwelt gelangende "natürliche Stoffe" anthropogen ? CO₂ ist ein Gas welches durch Oxidation - Verbrennung entsteht eben "Kohlenstoffdioxid". Die "Entstehung", der Vorgang an sich ist mit dem Verbrennen von brennbaren Stoffen verbunden - also keinesfalls "anthropogen". Doch der kausale Zusammenhang - die Frage wer hat´s angesteckt - zeigt den Verursacher dieses an sich "natürlichen Vorgangs".

Ist also der "Brandstifter" der Verursacher, so sind alle Folgen anthropogen. Diese Folgen sind durchaus "multikausal". Neben natürlichen Verursachern welche Brände auslösen können (Blitzschläge, Lava usw.) ist der Hauptverursacher der Mensch. Dabei macht es prinzipiell keinen Unterschied ob da nun für die Nahrungszubereitung etwas verbrannt wird oder Kohle (fossile Stoffe) zur Energieerzeugung in industriellem Maßstab verbrannt wird oder noch irrsinniger Wälder durch Brandrodung / Brandstiftung CO₂ "freisetzen". Was verbrannt wird unterscheidet sich lediglich durch die verursachte Quantität des so "erzeugten" Gases.

Alles ist eine Frage der "Dosis". Der Menge die man betrachtet. Eine geringe Dosis kann eine geringe Wirkung bedeuten. Oder aber, wie bei bestimmten Giften eine heilsame Wirkung haben - eine vergleichsweise große Menge eines Stoffs kann tödlich sein.

:idea: Was noch fehlt, ist die Gegenüberstellung von bereits vorhandenen Mengen eines Stoffs (hier das CO₂ ), ihre Bedeutung in der Umwelt durch Interaktion mit dieser und die Frage was bewirkt ein mehr an CO₂ in der "natürlichen" Bilanz. Ist die verursachte Menge zu klein, geht die Wirkung im "Rauschen" unter, ist unbedeutend, messtechnisch nicht nachweisbar - unbedeutend ?

Die Frage welche anderen eventuell ebenfalls schädliche Stoffe werden bei der Verbrennung "freigesetzt" oder entstehen in einem solchen Prozess - möchte ich zunächst vernachlässigen, dennoch sind auch diese "Nebenwirkungen" von Bedeutung sobald dies in "signifikanten" (bedeutsamen) Mengen geschieht.

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hilft Kleinreden oder Verschweigen ?

Beitrag von admin » 11.11.2019, 14:36

Bei der andauernden Debatte ist es für die Befürworter des "weiter so" - "haben wir ja schon immer so getan" - und ähnlich überzeugender Argumente, ist das Leugnen einer menschlichen Beteiligung, gar Schuld an einer Klimaänderung die Kernfrage. Ließe sich beweisen, der Mensch hat keinen "signifikanten" Einfluss auf das Weltklima, wäre das permanent andauernde Verbrennen von fossilen "Brennstoffen", das Abfackeln ganzer Urwälder bedeutungslos. Der Homo sapiens ein Opfer unaufhaltsamer natürlicher Klimaänderung, welche es quasi schicksalhaft schon immer gegeben hat . Religiöse Formulierung "gottgewollt". Deterministisch, nicht dem freien Willen unterworfen. Ein wunderhübsche Erklärung warum alles so kommen muss....

Zunächst ein „geschickter Schachzug“ um den negativen Wert kleinzurechnen – wichtig, jede menschlich Beteiligung am Klimawandel leugnen. Die Linie es gäbe keinerlei Klimaveränderung (die anfänglich vehement vertreten wurde) ist ausreichend widerlegt. Nun müssen die „möglichen Auswirkungen“ kleingeredet werden. Klare Linie „Auswirkungen sind „ materielle und immaterielle Kosten“.

Ist die Auswirkung von menschlichem Handeln nicht nachweisbar, entstehen dort auch keinerlei „messbare“ Kosten. CO₂ (Kohlenstoffdioxid) ist „pure Natur“, ein natürlicher Bestandteil der Luft. Gern genommen, wer natürliches vermehrt, kann der „sündigen“ ? Ein „Zuviel“ ist in jedem System abträglich. Was bestritten wird, ist der Schaden der nachweislich berechenbar ist.

Was kann im Zusammenhang mit CO₂ als „normal“ betrachtet werden ? Je länger in einem stabilen Zustand eine bestimmte Teilmenge konstant ist, desto eher ist der Gesamtzustand „normal“. Hier zeigen wissenschaftliche Auswertungen von Bohrkernen (fossiles Eis), während der vergangenen 650.000 Jahre lag der CO₂ Anteil bei < 280ppm in der Erdatmosphäre. Seit ca. 10.000 Jahren war der Wert konstant 280ppm. Was klar darauf hindeutet, natürlicher Zufluss und die Verwertung, Einlagerung von CO₂ war ausgeglichen. Ein vieltausendjähriger stabiler Zustand. Der sich mit Beginn der Industrialisierung immer schneller verändert.

Seit etwa 1960 bis 2005 (45 Jahre) ist dieser Wert jährlich um zusätzliche 1,4ppm (63ppm) angestiegen. Derzeit liegt die mittlere Konzentration bei 400ppm. Das ist eine 43prozentige Erhöhung. Und das soll keine Auswirkung haben, „besser noch“ NICHT „anthropogen“ (vom Menschen verursacht) sein ? Es entbehrt jeder Logik. Noch ein paar Zahlen die jährliche natürliche CO₂ „Emission“ liegen bei 550 Gigatonnen. Keine negative Wirkung, denn offensichtlich wird genau diese Menge jährlich „verwertet – eingelagert“. Ein offensichtlich "ausgewogener Zustand".

Doch nun hat es Homo sapiens geschafft jährlich weitere 36,3 Gigatonnen „obendrauf“ zu legen. So werden also jährlich weitere 6,6% einseitig auf die fiktive „Waagschale“ gelegt. Es mag noch strittig sein wieviel davon gleich der natürlichen jährlichen CO₂ Mengen „verwertet – eingelagert“ werden können. Doch da dies kontinuierlich seit Jahrzehnten mit wachsender Quantität geschieht, ist es mindestens naiv anzunehmen dies sei folgenlos.

Es geht also nicht um einen bloßen Größenvergleich 550 GT versus 36,6 GT was klar die anthropogene "Wirksamkeit" ausreichend verkleinern würde. Nein es geht um das Vermögen eine "ZUSÄTZLICHE CO₂ Menge" im bestehenden Kreislauf ohne gravierende Folgen "unterzubringen".

Für alle denen nur ein Vergleich hilft - ein Fass dessen Zulauf UND Ablauf einen zwar stets hohen Wasserstand stabil hält, wird bei einer bestimmten Mengensteigerung schlicht überlaufen. Auch angenommen, im Fass wäre anfänglich noch "freies Volumen", ist es dennoch lediglich eine Frage der Zeit, wenn kontinuierlich zusätzliche Mengen ein- aber nicht abfließen (gern auch verdunsten), bis das "Fass überläuft.

Solche Prozesse haben eine schlagartige Veränderung zur Folge. Im Prinzip ist es ein Tropfen der das "Überlaufen" bewirkt. Wasser unter Normaldruck verdampft schlagartig bei einer vergleichsweise kleinen letzten Veränderung der Temperatur. Ein spontanes aber dennoch vorausberechenbares Ereignis. Nur weil wir noch nicht alle Wirkmechanismen im Zusammenhang mit CO₂ verstehen, wäre es geradezu kriminell darauf zu warten bis ein Kippen des oder der Zustände erfolgt.

Für die menschliche, aber auch mindest für Teile der belebten Natur könnte das der berüchtigte "Point of no Return" [(englisch für Punkt ohne Wiederkehr) wird in unterschiedlichen Zusammenhängen der Zeitpunkt innerhalb eines Vorgangs oder Ablaufs bezeichnet, von dem an eine Rückkehr zum Ausgangspunkt nicht mehr möglich ist.] sein. Ist irgendetwas dieses Risiko "wert" ?

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