WKA onshore schaden der Umwelt ?

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WKA onshore schaden der Umwelt ?

Ungelesener Beitrag von admin » 14.10.2019, 15:51

Die Gegner der Nutzung EE lassen nichts aus. Sie sind sich für keine noch so dreiste Lüge zu schade. Die Hoffnung dabei "ihr Klientel" wird schon nicht genau hinsehen bzw. die dort gemachten Vorwürfe durch Fakten entweder bestätigt bekommen oder aber eben nicht.

Zunächst eine logische Einschränkung um nicht selbst auch nur das Positive zu sehen und eben umgekehrt als das die reichlich vorhandene Gegnerschaft tut, eventuelle Nachteile "völlig auszublenden". Ja, JEDE menschliche Aktivität bewirkt Veränderungen in der Natur. Die Frage ist jedoch, was ist unvermeidbar um einen gewünschten "Zustand" zu erreichen. In der Abwägung was ist auch langfristig (dabei meine ich mehr als 100 Jahre) vertretbar. Als Beispiel die Nutzung von fossilen Stoffen (Erdöl, Erdgas und Kohle) ist "endlich" - auch wenn es noch keine exakten Daten darüber gibt, wann die noch förderbare Menge, auch mit weiterentwickelten Techniken, schlicht nicht mehr ausreicht, den Weltenergiebedarf durch Verbrennen dieser Stoffe sicherzustellen. Oder die schädlichen Nebenwirkung der massiven Nutzung unübersehbar werden.

Wenn der Erhalt der menschlichen Zivilisation inzwischen so unlösbar mit dem Vorhandensein von Energie verbunden ist, muss eine schrittweise Veränderung der Methoden die notwendige Energie zu generieren erfolgen. Es abzuwarten, bis die nach und nach ganze Industriezweige am wachsenden Mangel von verfügbarer und bezahlbarer fossiler Energie ihre Produktion einstellen müssen, bis der weltweite Mangel ausreichender Energie für Transport von Gütern und Menschen, wegen dieser Entwicklung nach und nach zum Erliegen kommt, ist geradezu selbstmörderisch.

Wenn derartige und klar absehbare Folgen einer gerade mal 200jährigen Entwicklung drohen, müssen zunächst alle Hemmnisse überwunden werden, die lediglich die Sehgewohnheiten und ähnliche völlig belanglose Gründe beinhalten, notfalls auch rechtzeitig erzwungen werden. Geht es jedoch um Veränderungen die ihrerseits neue, bis dahin nicht aufgetretene Schäden hervorrufen, muss letztendlich für jedes einzelne Problem eine Entscheidung getroffen werden. Wichtigste Entscheidung und das selbstverständlich "entlang" wissenschaftlicher Methoden, existiert das Problem überhaupt oder ist es nur ein "gefühltes" durch "Fake Science" einer gut funktionierenden Pseudowissenschaft herbeigeredet worden ?

"Science" "(the intellectual and practical activity encompassing the systematic study of the structure and behaviour of the physical and natural world through observation and experiment)" oder Deutsch "Naturwissenschaft" "(Gesamtheit der exakten Wissenschaften, die die verschiedenen Gebiete der Natur zum Gegenstand haben) befassen sich mit "der "Natur" "(alles, was an organischen und anorganischen Erscheinungen ohne Zutun des Menschen existiert oder sich entwickelt)" bezeichnet all das was NICHT vom Menschen geschaffen wurde und eben nur nach den Gesetzen der "Physik" (die griechische Entsprechung für Natur) überhaupt beeinflussbar ist. Völlig unabhängig davon was menschliche Wünsche und nicht naturwissenschaftliche Vorstellungen angeht. Unabhängig davon, das menschliches Handeln durchaus im Rahmen der Physik auf die natürlichen Vorgänge einwirken kann, es ist schlicht nicht möglich was unter Menschen "üblich" ist, auf die Natur / Physik zu übertragen.

Schlicht Natur verhandelt nicht - Natur geht keinerlei Kompromisse ein - der Versuch wider die Natur zu handeln, ist ein zum Scheitern verurteiltes Unterfangen, das durchaus auch tödlich in seinen Folgen sein kann. Ein einfaches Beispiel, wer "glaubt", er könne die Gesetze der Schwerkraft einfach deswegen missachten, weil es warum auch immer gerade hinderlich erscheinen mag, wird im Schwerefeld der Erde sehr bald zu der Erkenntnis gelangen - alles was zu schweben versucht, wird alsbald mit dem Wert 9,81 m/s² in nur eine Richtung "beschleunigt" - nach Unten :shock: Daran ändern auch natürliche Unterschiede der Erdbeschleunigung im Promillebereich nichts. Die Distanz zum Boden wird zur "Fallhöhe" und je nach dieser Distanz geht der Versuch Physik einfach zu ignorieren durchaus auch tödlich aus. Auch wenn die Natur der Schwerkraft und was damit sonst noch zusammenhängt nicht in jeder Einzelheit vom Menschen erforscht und verstanden wird, wirkt auch eine nur teilweise erforschte und verstandene Kraft völlig unabhängig davon.

Wer nicht wie ein Vollidiot handeln möchte, wird erst gar nicht versuchen Physik zu ignorieren. Physik ist vollkommen unabhängig davon was Menschen glauben oder warum auch nicht glauben wollen. Wem es an der einschlägigen Bildung fehlt, dem mögen ja diese kindliche Vorstellungen und Fantasie von Menschen verziehen werden. Die "Natur" wird davon nicht beeinflußt - gebildet oder ungebildet - religiös oder sonstwie "gläubig" - alle fallen stets nach unten, wenn die Voraussetzungen dafür "günstig" sind. Diese Warnung müsste also schon mal genügen, um vernünftige Schlüsse zu ziehen.

Was das "glauben" im wissenschaftlichen Kontext angeht, ist das eine leider missverstandene abgeschwächte Form des Wissens. Unabhängig ob jemand selbst zu wissenschaftlichen Erkenntnissen gelangt ist, werden Erkenntnisse aus der Physik auch dann weiter zutreffen, wenn eine Person nicht genügend über die Zusammenhänge weiß oder deren ganzes Wissen "nur" theoretisches Wissen" darstellt. Für physikalische Zusammenhänge macht es in der Realität keinen Unterschied, ob die davon Betroffenen daran "glauben" oder nicht. Selbst völlige Unkenntnis verändert "natürliche Vorgänge" nicht im geringsten. Man muss vereinfacht dargestellt nicht daran "glauben", dass im Bereich von Masse "Schwerkraft" existiert. Sind die physikalischen Voraussetzungen gegeben - fällt auch der "Ungläubige" nur in eine Richtung - nach "unten" ("unten" an einer (absolut oder vom Sprecher aus gesehen) tiefen bzw. tieferen Stelle).

Der in diesem Sinn "Wissende" fällt gleichermaßen "nach unten" - doch er /sie wusste ja was geschieht. Wer also "Natur - Physik" glaub ignorieren zu können, wird immer wieder überrascht sein, wie wenig sein Unverständnis physikalische Vorgänge beeinflusst...

Aus Quelle : spektrum.de "Glaube und Wissen"
Als Daumenregel kann man vielleicht formulieren: Sachverhalte, die im Prinzip naturwissenschaftlich erfasst und erforscht werden können, können in dieser Hinsicht vernünftigerweise kein Gegenstand des Glaubens sein.

In diesen Fällen kann der Sachverhalt nur entweder zutreffen (also wahr sein) oder eben nicht – oder wir wissen es einfach (noch) nicht. Im letzteren Fall macht es dann aber wenig Sinn, dieses Nichtwissen oder Noch-nicht-Wissen durch einen Glauben ersetzen zu wollen; vernünftigerweise würde man hier schlicht sein Nichtwissen eingestehen und die denkbaren Optionen ergebnisoffen weiter diskutieren.
Was allerdings bestimmte Wirkungen von menschlichen Eingriffen in die "Natur" angeht, wissen "wir" Menschen, wenn auch mit sehr unterschiedlichem "Wissensstand" genügend um die unterschiedlichen Folgen nachhaltig beurteilen zu können.

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Windräder bringen nichts für CO2-Ziel

Ungelesener Beitrag von admin » 14.10.2019, 17:58

So der Titel eines "gut abgehangenen" Artikel aus dem Jahre 2009 Quelle : SPON Schlecht recherchiert steht dort "Einziger Haken: Das Klima hat nichts davon - neue Windräder oder Solarzellen sparen kein einziges Gramm CO2 ein". Was völliger Unsinn ist. Der Unsinn hat allerdings einen sehr realistischen Grund.

Bislang werden die fossilen Kapazitäten nicht abgebaut, sonder produzieren "munter" weiter drauf los. Erst nach weiteren 10 Betriebsjahren dämmert der Grund für diese eigentliche Falschbehauptung. Statt wenigstens die größten Schädlinge unter den fossilen Kraftwerken mit dem Anwachsen der Kapazitäten aus EE sukzessive - in Deutsch "allmählich, nach und nach" stillzulegen, werden jährlich um die 50 TWh exportiert, zu "Spottpreisen" am Spotmarkt "Strombörse in Paris". Wo die niederen Preise, gleichzeitig für höhere EEG Umlagen "sorgen". Wer sich all das ausgedacht und auch verwirklicht hat, hatte gewiss keine Veränderungen der Energiebeschaffung im Sinn.

Längst ist es nachgewiesen - und logisch - wenn man keine fossilen "Brennstoffe" zum generieren von el. Strom benötigt, entstehen auch keinerlei "unerwünschte Nebeneffekte" wie Luftverschmutzung mit all den wohl versteckten externalisierte Kosten, die über Steuern und Gesundheitskosten gleichwohl existieren und die davon Betroffenen belasten.

Weder bei über PV-Anlagen, noch über WKA generierter Strom belastet die Umwelt mit schädlichen Abgasen darunter das klimaverändernde CO2.

Die spezifischen Treibhausgasemissionen [g CO2-Äquivalent / kWh] errechnen sich aus dem "(negativen)Emissionsfaktor" plus dem "Brutto-Vermeidungsfaktor", woraus sich der anrechenbare "Netto-Vermeidungsfaktor" ergibt. Inzwischen sind all diese Faktoren wissenschaftlich ermittelt und man kann daraus für jede Form der Stromerzeugung exakt voraussagen, wie hoch oder niedrig diese Werte sind. Da sowohl PV, als auch WKA hier angesprochen wurden, hier die Ergebnisse :

PV (Photovoltaik) :
Emissionsfaktor = -67
Brutto-Vermeidungsfaktor = 681
ergibt den :
"Netto-Vermeidungsfaktor" = 614

WKA (Windenergieanlagen onshore) :
Emissionsfaktor = -11
Brutto-Vermeidungsfaktor = 678
ergibt den :
"Netto-Vermeidungsfaktor" = 667

WKA (Windenergieanlagen offshore) :
Emissionsfaktor = -6
Brutto-Vermeidungsfaktor = 681
ergibt den :
"Netto-Vermeidungsfaktor" = 675

zum Vergleich Wasserkraft :
Emissionsfaktor = -4
Brutto-Vermeidungsfaktor = 759
ergibt den :
"Netto-Vermeidungsfaktor" = 755


Der "Emissionsfaktor" steht für die CO2 Menge, die beim Bau der jeweiligen Anlage freigesetzt wurde. Besonders erwähnenswert dabei ist - sobald die zur Herstellung einer Anlage notwendige Energie selbst wieder aus EE stammt, verbessert dies selbstverständlich wiederum die Bilanz der daraus hervorgehenden Anlagen. Das dies ebenfalls nur sukzessive geschehen kann, scheint hoffentlich nicht nur mir logisch.

Das also die ermittelten CO2 Werte scheinbar gleich bleiben, ist schlicht und einfach der Tatsache geschuldet, dass u.a. die Stromproduktion über das Verbrennen fossiler Brennstoffen nicht ausreichend mit den tatsächlichen externalisierte Kosten belastet wird. Hier zahlt also der dt. Steuerzahler diese Kosten, und subventioniert damit den exportierten Stromanteil der keinesfalls aus EE stammt. Zusätzlich verteuert dieses "interessante Modell" noch den Strom für private Haushalte, denen der Gesetzgeber inzwischen alleine die EEG Beträge anlastet, in dem die allermeisten anderen industriellen Verbraucher davon befreit worden sind. Ein sehr geschickter geradezu machiavellischer Plan um die sog. "Energiewende" nicht nur hinauszuzögern, sondern den privaten Verbraucher gegen diese Veränderungen aufzuwiegeln. Lobbyismus erstickt notwendige Veränderung und Fortschritt...

Selbstverständlich hat jede kWh die aus EE generiert wurde, ganz erhebliche Mengen CO2 der Umwelt erspart. Stellt doch der jeweilige "Netto-Vermeidungsfaktor" die Zahl in Gramm dar, welche die Menge nicht emittiertes CO2 ergibt. Pro kWh sind das bei PV 614 g CO2 und für onshore WKA 667g.

Da erspart meine PV der Umwelt also im jährlichen Durchschnitt von 10.500 kWh 6.447 kg CO2 "Netto" bzw. 7.150 kg "Brutto" Die Differenz von 704 kg/a ergibt in 20 Betriebsjahren daraus ca. 14 t CO2 die man so der Anlage als "Emissionsfaktor" zurechnet. Im Grund aber ein "dynamischer Wert", da Folgeanlagen mit einem geringeren "Emissionsfaktor" berechnet werden müssen.

Damit ist das "Dunkelfeld" um das angebliche "Windräder bringen nichts für CO2-Ziel" wohl genügend beleuchtet. Ein Haushalt, der um seine Kosten zu reduzieren (zusätzlich !) preiswertere Waren einkauft, aber gleichzeitig auch weiterhin die teuren Produkte, wird wohl ebenfalls kein Absinken der Kosten messen können. Wären nicht mit EE im TWh Bereich diese zusätzliche Energie generiert worden, sondern durch weitere ZUSÄTZLICHE fossile Stromproduktion, wäre unterm Strich der CO2 Ausstoß enorm gestiegen. Das müsste selbst ein warum auch immer EE-Gegner nachvollziehen können...

Doch es gibt noch mehr solche Mythen die scheinbar unausrottbar durch alle Kommentare geistern - nächster Halt - "WKA im Wald werden das durch abgeholzte Wald gebundenen CO2 in ihrer Lebensdauer niemals vermeiden können"....

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Wie viel CO2 kann der Wald aufnehmen, der für eine WKA weichen muss?

Ungelesener Beitrag von admin » 14.10.2019, 20:02

Dazu muss man zunächst wissen :

a) welche Fläche Wald muss gerodet werden um Platz für eine WKA zu schaffen ?

b) welche Menge CO2 kann ein gleichgroßes Stück Wald überhaupt aufnehmen ?

Zu der Frage a) :
Hessischem Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung hat geschrieben:Für eine Windkraftanlage müssen im Schnitt 0,3 Hektar Wald gerodet werden.
Landesregierung Nordrhein-Westfalen hat geschrieben:Für eine Windkraftanlage müssen im Schnitt 0,28 Hektar Wald pro Windkraftanlage abgeholzt werden. Für Zufahrtswege und Materiallager müsse zusätzlich eine Fläche von „durchschnittlich 0,35 ha bis 0,45 ha“ eingerechnet werden.
Ein Hektar = 10.000 m²
Es geht also um "riesige Flächen" wie 3.000 m² oder 2.800 m² je Anlage (in den seltensten Fällen besteht eine "Anlage" aus nur einer WKA, womit nochmal 3.500 bis 4.500m² hinzukommen.

"Wälder" ist in allen Fällen, wo überhaupt WKA genehmigungsfähig sind, keine Naturwälder, sondern selbst industrieller Forstbetrieb. Dort werden regelmäßig weit größere Flächen aus wirtschaftlichen Gründen gerodet und danach wieder aufgeforstet. Dabei spielen CO2-Aufnahme bislang keinerlei wichtige Rolle.

Für WKA müssen also Flächen in der Größe mehrerer normalen Bauplatzes geschaffen werden. Etwas, was für Straßen, Überlandleitungen (da in voller Breite und über den kompletten Verlauf), Bahnlinien usw. ansonsten als völlig "normal" angesehen wird.

Doch wie viel - oder wie wenig CO2 kann ein Hektar Wald überhaupt aufnehmen und wie "nachhaltig" ist das gemessen an dem Zeitraum bis der langsam wachsende Wald wieder aus wirtschaftlichen Gründen gerodet wird ?

Wie das "Projekt Kohlenstoffinventur 2017" ergab, kann ein Hektar Wald im Durchschnitt 5,4 t CO2/a aufnehmen.

Damit entfällt pro WKA in einem dafür zugelassenen Wald (bei 0,3 Hektar = 3.000m²) 1,62 t/a oder auf den Quadratmeter 54 kg/a. Der deutsche Wald - inbegriffen auch Wald, der niemals für WKA gerodet werden wird - entlastet die Atmosphäre jährlich um rund 62 Mio. Tonnen Kohlendioxid. Damit kompensiert er ca. 7 Prozent der Emissionen in Deutschland. Wenn 7% 62t CO2/a der gesamten CO2 Emissionen aus D emittiert entsprechen, liegen 100% 885,7 Millionen Tonnen pro Jahr. Der Waldbestand D in 2017 lag bei 11,4 Millionen Hektar (114.000 km²) Wollte man die dt. CO2 Emissionen durch Wald aufnehmen, müsste der eine Fläche von 1.628.571 km² (162.857.142 Hektar) einnehmen. Schwierige Sache hat doch die Bundesrepublik Deutschland in 2019 357.578 km² - Jeder darf selbst nachrechnen wie groß D dann wohl sein müsste....

Alles in allem ist Wald selbstverständlich nicht allein ein CO2 Lager (ganz davon abgesehen, nur wachsender Wald nimmt auch die volle Menge CO2 auf. Sobald das natürliche Wachstum an seinem Maximum angekommen ist, wird weniger CO2 aufgenommen. Im Gegensatz zum "Wirtschaftsmärchen" gibt es kein immerwährendes Wachstum in der realen Welt.

Nun also erhebt sich die Frage, wie viel CO2 Vermeidung bietet eine "WKA onshore" die leider 1,62 t/a weil abgesägt nicht mehr aufnehmen kann ? Das hängt selbstverständlich von der jeweiligen Größe - also davon ab, wie viel kWh am Ende des Jahres generiert wurden. Was selbstverständlich von der tatsächlichen Laufzeit eines Jahres abhängt. Das lässt sich zum Glück auf Basis von Physik recht einfach errechnen :
Eine der meistgebauten Anlagen sei der Typ E-115 des Unternehmens Enercon mit einer Leistung von drei Megawatt. An einem „schlechten Standort“ speise sie jährlich etwa sechs Millionen
Kilowattstunden Strom ins Netz ein. Mit dem Vermeidungsfaktor von 667 Gramm CO2 pro
Kilowattstunde ergebe sich „eine jährliche CO2-Netto-Vermeidung von rund 4.002 Tonnen CO2
Nun kann man noch diese Tonnage durch die Jahresleistung eines gleichgroßen Waldstücks (0,3 Hektar) welches pro Jahr ca. 1,62 Tonnen CO2 absorbiert teilen und weiß dann, wie groß eine Äquivalenzfläche sein müsste um jährlich die gleiche Menge CO2 aus der Atmosphäre zu entnehmen = 4.002 t / 1,62t = das 2.470fache oder in Hektar 741 Hektar.

Einmal davon abgesehen, bei dem (schlechten) WKA Beispiel werden nicht nur 4.0002 t CO2 vermieden, sondern 6 MWh Strom generiert. Etwas, was sich sowohl direkt anwenden lässt oder aus dem man in der Bilanz CO2 frei synthetische Kraftstoffe, Kunststoffen und alles was sich noch synthetisch herstellen lässt generieren kann und spätestens, wenn fossile Brennstoffe unbezahlbar werden, weil deren Vorkommen in exponentieller Größe verbrannt werden. Statt diese wertvollen Rohstoffe statt sie zu verbrennen, in all das umzuwandeln, von dem die Menschheit inzwischen genauso abhängig geworden ist, wie von gigantischen Energiemengen "für den täglichen Bedarf".

Unabhängig von dem was bislang und äußerst konservativ berechnet wurde, hier noch eine Link zu realer Technologie 2019 : "Wie viel CO2 wird jährlich durch eine Windkraftanlage eingespart?"
Für eine durchschnittliche moderne Windkraftanlage rechnet Dr. Parplies mit den folgenden Werten:
• Rotordurchmesser von ca. 130 bis 150 m
• Turmhöhen von ca. 130 bis mehr als 160 m
• Generatorleistungen von 3 bis 5 MW
• 12 bis 14 Mio. kWh Stromerzeugung pro Jahr an einem durchschnittlichen Binnenstandort
Pro Jahr ergibt sich für eine einzelne, moderne Windkraftanlage aus diesen genannten Faktoren eine CO2-Einsparung von etwa 10.000 Tonnen. Die technischen Standards für WKA steigen stetig, was wohl dazu führen wird, dass die einsparbare Menge an CO2 weiter zunehmen wird.
Weitere Links : Quelle : CORRECTIV Bewertung: falsch "Nein, der abgeholzte Wald für eine Windkraftanlage nimmt nicht mehr CO2 auf, als die Anlage vermeiden kann" mit typischen Machenschaften wie diese :
CORRECTIV hat geschrieben:Dieses Foto wird immer wieder verwendet, um Stimmung gegen Windkraft in Deutschland zu machen. Es stammt jedoch aus den USA. (Screenshot von der Webseite der University of Virginia: CORRECTIV)
Quelle : MDR "Faktencheck Darf ich ein Windrad in den Wald stellen?"

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